Das Wichtigste in Kürze
- Radiesse ist ein biostimulierender Filler, basiert auf Calciumhydroxylapatit und regt die körpereigene Kollagenproduktion an.
- Eine sichtbare Volumenzunahme ist bei Radiesse direkt nach der Behandlung zu sehen.
- Radiesse eignet sich für Gesicht, Kinn, Wangen, Hände, Hals und Dekolleté – nicht aber für Lippen oder Augenregion.
- Im Gegensatz zu Hyaluron kann Radiesse bei unerwünschtem Ergebnis nicht durch ein Gegenmittel entfernt werden.
- Der Preis pro Behandlung liegt je nach Region zwischen 400 und 800 €.
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Ich nehme mir gerne Zeit für eine ausführliche Beratung und beantworte alle Ihre Fragen. Auf Wunsch erstelle ich im Anschluss auch unverbindlich ein individuelles Behandlungskonzept für Sie.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Radiesse?
Radiesse ist ein injizierbarer Filler auf Basis von Calciumhydroxylapatit, der zur Faltenunterspritzung, Volumenauffüllung und Hautstraffung eingesetzt wird. Anders als herkömmliche Hyaluron-Filler stimuliert er zusätzlich die körpereigene Kollagenproduktion und sorgt so für besonders langanhaltende, natürliche Ergebnisse.
Die gelartige Trägersubstanz wird nach der Injektion vom Körper abgebaut, während die mikroskopisch kleinen Kalzium-Partikel das Bindegewebe von innen heraus stärken. Dadurch entsteht ein Doppelteffekt durch sofort sichtbares Volumen und eine langfristige Hautverbesserung.
Radiesse im Überblick:
- Geschichte und Herkunft: seit 2004 in Europa zugelassen; seit 2006 von der FDA für den Einsatz im Gesicht und an den Händen freigegeben
- Anwendungsgebiete: Behandlung tiefer Falten, Volumenaufbau im Wangen- oder Kieferbereich, Handverjüngung, Kinn- und Kieferkonturierung sowie Hautstraffung im Dekolleté
- Wirkung: sofortiger Volumeneffekt durch das Gel, langfristige Hautverbesserung durch Kollagenneubildung, sichtbare Ergebnisse für bis zu 18 Monate oder länger
Wo wird Radiesse gespritzt?
Radiesse wird vor allem dort eingesetzt, wo Volumenverlust ausgeglichen, Konturen definiert oder Falten gemildert werden sollen. Der Filler eignet sich für verschiedene Körperregionen und erzielt je nach Anwendungsbereich sowohl sofortige als auch langfristige straffende Effekte.
Typische Einsatzbereiche:
- Wangen: Aufbau von Volumen, Anheben erschlaffter Gesichtspartien
- Kinn und Kieferlinie: Konturierung und Definition für ein harmonischeres Profil
- Nasolabialfalten: Glättung tiefer Falten zwischen Nase und Mund
- Marionettenfalten: Milderung von Falten, die vom Mundwinkel nach unten verlaufen
- Hände: Verjüngung durch Aufpolstern eingefallener Handrücken
- Gesicht, Hals und Dekolleté: Verbesserung der Hautstruktur und Straffung durch Kollagenaufbau
2. Wie gut ist Radiesse?
Radiesse gilt als besonders wirksam bei Volumenverlust, tiefen Falten und erschlaffter Haut. Die Kombination aus sofortigem Auffülleffekt und langfristiger Kollagenstimulation sorgt für natürliche und langanhaltende Ergebnisse – oft auch über 12 bis 18 Monate hinaus.
Viele Anwender berichten von einem frischeren, gestraffteren Hautbild und schätzen vor allem die feste Konsistenz des Fillers, die klare Konturen ermöglicht. Der Filler ist zudem gut verträglich und wird vom Körper vollständig abgebaut.
Vorteile im Überblick:
| Vorteil | Beschreibung |
| Sofort-Effekt | Direkt nach der Behandlung sichtbar mehr Volumen und geglättete Haut |
| Langfristige Wirkung | Stimuliert die natürliche Kollagenproduktion für nachhaltige Hautverbesserung |
| Natürliches Ergebnis | Kein aufgepolsterter Look, sondern harmonische Kontur und straffes Hautbild |
| Lange Haltbarkeit | Wirkung hält meist 12 bis 18 Monate – teils auch länger |
| Vielseitig einsetzbar | Geeignet für Gesicht, Hände, Hals und Dekolleté |
| Hohe Verträglichkeit | Besteht aus körperähnlichem Material |
| Geringe Risiken | Sehr selten allergische Reaktionen oder Nebenwirkungen |
Welche Nachteile hat Radiesse?
Trotz seiner vielen Vorteile kann Radiesse wie jede ästhetische Behandlung auch Nebenwirkungen oder unerwünschte Effekte mit sich bringen. Die Verträglichkeit ist zwar in der Regel sehr gut, doch insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung oder individueller Empfindlichkeit kann es zu Problemen kommen.
Da Radiesse (im Gegensatz zu Hyaluron) nicht auflösbar ist, lassen sich Korrekturen nicht einfach durchführen. Zudem ist der Filler nicht für alle Gesichtsbereiche geeignet – z. B. wird die Anwendung im Bereich der Lippen und Augen nicht empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen und Nachteile:
- Schwellungen & Rötungen: kurz nach der Injektion, meist vorübergehend
- Hämatome (blaue Flecken): durch kleine Gefäßverletzungen beim Einstich
- Knotenbildung: bei falscher Injektionstechnik oder zu oberflächlicher Anwendung
- Asymmetrien: mögliche Folge bei ungleichmäßiger Verteilung
- Keine Auflösbarkeit: Der Filler kann nicht durch Hyaluronidase korrigiert werden
- Nicht für alle Zonen geeignet: nicht empfohlen für Lippen, Tränenrinne oder sehr feine Fältchen
Um Komplikationen zu vermeiden, sollte die Behandlung ausschließlich von erfahrenen Personen durchgeführt werden, die mit der speziellen Injektionstechnik für Radiesse vertraut sind. Auch eine ausführliche Voruntersuchung und Beratung sind entscheidend, um Kontraindikationen auszuschließen.
Nach der Behandlung helfen Schonung, Kühlung und das Vermeiden von Alkohol, Hitze oder Sport in den ersten 48 bis 72 Stunden, um Schwellungen und Blutergüsse zu reduzieren.
3. Für wen ist Radiesse geeignet?
Radiesse eignet sich besonders für Personen, die unter Volumenverlust, tieferen Falten, Qualitätsverlust der Haut oder erschlafften Gesichtskonturen leiden und sich eine langanhaltende, natürliche Verjüngung ohne OP wünschen. Die Behandlung ist ideal für Frauen und Männer ab etwa 35 Jahren, bei denen erste altersbedingte Veränderungen sichtbar werden.
Auch für Menschen, die bereits Erfahrung mit Hyaluronfillern haben und nach einer effektiveren oder länger haltbaren Alternative suchen, kann Radiesse eine gute Option sein. Wichtig ist jedoch, dass keine Kontraindikationen wie akute Hautinfektionen, Schwangerschaft oder bekannte Allergien gegen die Inhaltsstoffe vorliegen und ein entsprechender Abstand zur Behandlung von Radiesse nach Hyaluronsäure eingehalten wird (ca. 6 Monate).
Ob Radiesse auch für Sie die passende Behandlung ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Lassen Sie sich jetzt unverbindlich und persönlich beraten. Ich informiere Sie fachkundig und mit der notwendigen Erfahrung über Ihre Möglichkeiten.
Für wen ist Radiesse nicht geeignet?
Radiesse ist gut verträglich, jedoch nicht für alle Menschen geeignet. In bestimmten Fällen wird von der Behandlung abgeraten, um gesundheitliche Risiken oder unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.
Radiesse sollte nicht angewendet werden bei:
- Schwangerschaft und Stillzeit: noch keine ausreichenden Studien zur Sicherheit
- Akuten Infektionen oder Entzündungen der Haut: erhöhtes Risiko für Komplikationen an der Injektionsstelle
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe: vor allem gegenüber Calciumhydroxylapatit oder dem Trägermaterial
- Autoimmunerkrankungen: können unvorhersehbare Reaktionen im Gewebe auslösen
- Blutgerinnungsstörungen oder Blutverdünnern: erhöhtes Risiko für Hämatome und Nachblutungen
- Sehr dünner Haut oder extrem oberflächlichen Fältchen: Der Filler kann hier zu Knötchenbildung führen
- Kürzlich erfolgten ästhetischen Eingriffen im Behandlungsbereich: Kann Heilung oder Ergebnis beeinflussen
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4. Wann sieht man die Wirkung von Radiesse?
Die Wirkung von Radiesse zeigt sich in zwei Phasen: Ein erstes Ergebnis ist sofort nach der Behandlung sichtbar, da der Filler das Gewebe direkt aufpolstert. Die volle Wirkung entfaltet sich jedoch erst nach einigen Wochen, wenn die körpereigene Kollagenproduktion angeregt wurde.
Wie schnell und wie lange der Effekt anhält, hängt vom behandelten Bereich, dem individuellen Stoffwechsel und der Hautbeschaffenheit ab.
Typische Wirkverläufe nach Anwendungsbereichen:
| Behandlungsbereich | Sichtbare Wirkung ab | Volle Wirkung ab | Wirkdauer |
| Wangen, Kinn und Kiefer | Sofort | 4–6 Wochen | 12–18 Monate |
| Nasolabialfalten | Sofort | 2–4 Wochen | 12–15 Monate |
| Handrücken | Sofort | 4–8 Wochen | Bis zu 18 Monate |
| Hals und Dekolleté | Sofort | 6–8 Wochen | 9–15 Monate |
5. Wie läuft eine Radiesse Behandlung ab?
Eine Radiesse-Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Beratungsgespräch, bei dem die individuellen Wünsche, die Eignung des Fillers und mögliche Risiken besprochen werden. Vor der eigentlichen Injektion wird die Haut gründlich gereinigt und meist mit einer Betäubungscreme vorbereitet.
Die Behandlung selbst erfolgt ambulant und dauert in der Regel 20 bis 40 Minuten – je nach Region und Umfang. Radiesse wird mit feinen Nadeln oder stumpfen Kanülen in die mittleren bis tiefen Hautschichten (subcutan) injiziert, um Volumen aufzubauen oder Konturen zu definieren.
Ablauf einer typischen Sitzung:
- Beratung & Aufklärung: Anamnese, Zieldefinition, Ausschluss von Kontraindikationen
- Vorbereitung: Desinfektion der Haut, ggf. Lokalanästhesie (z. B. Betäubungscreme)
- Injektion: präzise Platzierung des Fillers in die gewünschten Areale
- Nachkontrolle & Kühlung: Kontrolle auf Unregelmäßigkeiten, ggf. leichtes Ausmassieren
- Hinweise zur Nachsorge: Verzicht auf Sport, Sauna, Sonne oder Alkohol für 24–48 Stunden
Wie oft sollte man mit Radiesse behandeln?
Die Häufigkeit einer Radiesse-Behandlung hängt vom individuellen Hautzustand, dem behandelten Bereich und dem gewünschten Ergebnis ab. In vielen Fällen genügt eine einzelne Sitzung, da der Filler besonders langanhaltend wirkt – eine Auffrischung ist meist erst nach einem Jahr oder später nötig.
Bei großflächigeren Anwendungen oder zur gezielten Hautverjüngung kann jedoch eine initiale Aufbauphase mit 1–2 Behandlungen im Abstand von einigen Monaten sinnvoll sein. Danach reicht in der Regel eine jährliche Auffrischung.
Empfohlene Behandlungsintervalle nach Region:
| Anwendungsbereich | Erste Behandlung | Auffrischung empfohlen |
| Wangen, Kinn und Kiefer | 1 Behandlung | Nach 12–18 Monaten |
| Nasolabial- & Marionettenfalten | 1 Behandlung | Nach 12–15 Monaten |
| Hände | 1–2 Behandlungen | Alle 12–18 Monate |
| Hals und Dekolleté | 2 Behandlungen im Abstand von 6–8 Wochen | Alle 12 Monate |
| Generelle Hautverjüngung (Biostimulation) | 2 Behandlungen im Abstand von 6–8 Wochen | Jährlich zur Erhaltung |
Wer darf Radiesse spritzen?
Radiesse darf in Deutschland ausschließlich von approbierten Ärzten oder Heilpraktikern mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung in der ästhetischen Medizin verabreicht werden. Die Anwendung erfordert fundierte Kenntnisse in Anatomie, Injektionstechniken und dem sicheren Umgang mit Fillern.
Für optimale Ergebnisse und zur Minimierung von Risiken sollte die Behandlung nur von speziell geschultem Fachpersonal durchgeführt werden – idealerweise mit Erfahrung im Umgang mit solchen biostimulierenden Fillern.
6. Wie lange hält Radiesse?
Die Wirkung von Radiesse ist besonders langanhaltend, da der Filler nicht nur Volumen spendet, sondern auch die Kollagensynthese ankurbelt. Die Haltbarkeit hängt vom behandelten Bereich, dem individuellen Stoffwechsel und der Hautbeschaffenheit ab – in der Regel hält der Effekt zwischen 12 und 18 Monaten, teils auch länger.
Gerade in weniger beweglichen Zonen wie den Händen oder am Kiefer kann Radiesse besonders stabil wirken, während in stärker beanspruchten Arealen eine etwas kürzere Wirkdauer möglich ist.
Wirkdauer in verschiedenen Regionen:
- Hände: 12–18 Monate
- Kinn und Kieferlinie: 12–18 Monate
- Hals und Dekolleté: 9–15 Monate
- Nasolabialfalten: 12–15 Monate
- Allgemeine Biostimulation: Bis zu 18 Monate
Wie lange hält Radiesse im Gesicht?
Im Gesicht hält die Wirkung von Radiesse in der Regel zwischen 12 und 18 Monaten – abhängig von Hauttyp, Alter, Stoffwechsel und dem behandelten Areal. Besonders in strukturellen Bereichen wie Wangen, Kinn oder Kieferlinie bleibt der Volumeneffekt oft länger sichtbar als bei bewegungsintensiven Zonen.
Da der Filler zusätzlich die körpereigene Kollagenbildung anregt, kann sich die Hautqualität auch über die unmittelbare Wirkzeit hinaus verbessern. Für ein dauerhaft frisches Erscheinungsbild wird eine Auffrischung nach etwa einem Jahr empfohlen.
7. Was kostet eine Behandlung mit Radiesse?
Die Kosten für eine Radiesse-Behandlung variieren je nach Behandlungsregion, benötigter Menge und individueller Ausgangslage. Weitere Faktoren sind die Qualifikation des Behandlers sowie eventuelle Folge- oder Auffrischungsbehandlungen.
In der Regel wird pro verwendete Spritze (je 1,5 ml) abgerechnet: Je nach Region kann bereits eine ausreichen – in anderen Fällen sind mehrere notwendig. Bei großflächiger Anwendung oder Kombinationstherapien steigen die Gesamtkosten entsprechend.
Kostenübersicht:
| Anwendungsbereich | Kosten (ca.) | mögliche Wiederholung |
| Nasolabialfalten | 400–800 € | Alle 12–15 Monate |
| Wangen, Kiefer und Kinn | 400–800 € | Alle 12–18 Monate |
| Hände | 400–800 € | Alle 12–18 Monate |
| Hals oder Dekolleté | 400–800 € | Ggf. 2 Sitzungen, dann jährlich |
| Biostimulation im Gesicht | 400–800 € (2 Sitzungen) | Alle 12 Monate |
Warum ist Radiesse so teuer?
Radiesse ist teurer als viele herkömmliche Filler, weil es nicht nur sofort Volumen aufbaut, sondern auch die körpereigene Kollagenproduktion langfristig stimuliert: Das sorgt für besonders natürliche und langanhaltende Ergebnisse.
Hinzu kommt, dass die Behandlung ausschließlich von geschulten Fachkräften durchgeführt werden sollte und hochwertige Materialien sowie präzise Injektionstechniken erfordert. Die Kombination aus medizinischem Anspruch, Produktqualität und Effektivität rechtfertigt den höheren Preis im Vergleich zu einfacheren Fillern.
Wird Radiesse von der Krankenkasse bezahlt?
In der Regel wird eine Behandlung mit Radiesse nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, da es sich um eine ästhetische, freiwillige Leistung handelt. Die Kosten müssen daher privat getragen werden.
Nur in absoluten Ausnahmefällen – etwa bei medizinisch notwendigen Rekonstruktionsmaßnahmen (z. B. nach Unfällen oder Operationen) – könnte eine Erstattung im Einzelfall geprüft werden. Dies erfordert jedoch ein entsprechendes Gutachten und eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse.