Naturheilmedizin

Die Naturheilmedizin gibt es, seit es Menschen gibt. Bekannt ist uns natürlich die mehr als 2000 Jahre alte chinesische Medizin, die man heute unter dem Begriff „TCM“ kennt und die neben der Akupunktur auch jede Menge anderer therapeutischer Maßnahmen aufweist. Doch nicht nur in China, auch in Europa gibt es medizinische Versorgung, soweit wir zurückschauen können.

Bevor Rudolf Virchow (1821-1902) die wissenschaftliche Erkenntnis der sogenannten Zellularpathologie und damit die Schulmedizin begründete, wurde die allgemeine medizinische Lehre auch universitär im Sinne der sogenannten Humoralpathologie, also der Lehre der Säfte in unserem Körper unterrichtet. Auf diese Säftelehre begründete sich das gesamte Spektrum der Medizin bis ins 20. Jahrhundert.

Einst wanderten die „Bader“ durch die Lande und übten die Medizin im Umherziehen aus. Das gibt es heute nicht mehr, jeder Therapeut ist gesetzlich dazu angehalten, ansässig zu praktizieren.

Die Naturheilmedizin, die sich damals noch auf das Ausleiten von Giften und das „Evakuieren“ von Eiterherden jeder Art beschränkte, hat mit unserer modernen Zeit natürlich an Möglichkeiten erheblich zugenommen. So gibt es mittlerweile neben moderner diagnostischer Maßnahmen auch unzählige Verfahren, die der körperlichen sowie seelischen Gesundheit dienen.

Aber auch wie früher sind wir heute in der Lage, selbst bei schweren Erkrankungen hilfreich einzugreifen und Heilung oder Minderung der Beschwerden zu schaffen. Oft ist der Patient durch naturheilmedizinische Behandlungsweisen wieder in einem Zustand, in dem er das Leben für sich stabil und akzeptabel annehmen kann, nachdem er eine jahrelange Odyssee an Therapien ausprobiert hat.

Die Basis für jede Therapie ist das „ERKENNEN VON KRANKHEIT UND URSACHE“ denn erst dann kann man sinnvoll entscheiden, wie es weitergeht.

Das ist die Aufgabe des verantwortungsvollen und gut ausgebildeten Heilpraktikers und Naturheilmediziners. Aufgrund der Fülle der Möglichkeiten muss man sich als Therapeut auf die Therapien spezialisieren, die am meisten überzeugen. Hier sehen Sie nun einige meiner therapeutischen Angebote. Bitte scheuen Sie sich nicht, mich bei Fragen zu kontaktieren.

Mykotherapie

Das Heilen mit Pilzen hat seinen Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin und wurde dort schon vor vielen tausenden Jahren präventiv zur Stärkung der eigenen Abwehrkräfte als auch kurativ für die verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Wie in der ganzheitlichen Medizin üblich wird auch bei der Mykotherapie der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet und nach der Ursache seiner Leiden gesucht. Die Heilpilze mit klangvollen Namen wie Reishi, Maitake, Shitake oder Auricularia sind vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen, die - gerade in der heutigen Zeit, in der denaturierte und belastete Nahrung, Stress, mangelnde Bewegung und Depressionen zum Alltag gehören - immer wichtiger werden. So enthalten Pilze reichlich Mineralien, essenzielle Aminosäuren, wichtige Enzyme, Vitamine, Triterpene, Glykoproteine und weitere wertvolle Substanzen.

Aufgrund der verschiedensten Wirkstoffe, haben die Heilpilze viele unterschiedliche Funktionen

Entgiftung des Körpers

Durch die Unterstützung der Ausscheidungsorgane, wie insbesondere Leber und Nieren, wird die Ausscheidung von Giftstoffen gefördert. Auch ein regulierender Eingriff auf das Lymphsystem findet statt und unterstützt die Entgiftung maßgeblich.

Modellierung des Immunsystems

Ist das Immunsystem zu schwach, so wirken die Pilze anregend. Zeigt der Körper überschießende Immunreaktionen, so bewirken die Pilze eine Dämpfung d.h. sie sind Adaptogene.

Ist die Mykotherapie für mich geeignet?

Infusionstherapie

Unser heutiges Leben hat vieles an Natürlichkeit verloren. Wir essen Nahrung, die mit vielen chemischen Zusätzen und Farbstoffen angereichert ist, wir leben in einer Welt voller Elektrosmog, Strahlung und Schwermetallbelastung. Zeitlicher Druck und hohe Anforderungen lassen uns oftmals zu Zigaretten oder Alkohol greifen und der gesellschaftliche Stress fördert Burn-out und Schwäche. Die Folge: unser Immunsystem streikt und Stoffwechselstörungen treten immer häufiger auf und „versauern“ uns das Leben.

Die Infusionstherapie wird sowohl vorbeugend (präventiv) als auch therapeutisch eingesetzt. Die Prävention dient dazu, Mangelzustände erst gar nicht entstehen zu lassen und somit auch Krankheiten zu verhindern.

Doch auch bereits bestehende Erkrankungen, insbesondere des Stoffwechsels und des Immunsystems lassen sich besonders gut beeinflussen.

Mittels verschiedener Wirkstoffe werden Mangelzustände behoben, die Immunabwehr gestärkt, der Körper entschlackt und gereinigt und Krankheiten entgegengewirkt. Neben dem von mir favorisierten und hochdosierten Vitamin C werden unter anderem auch Mineralien, Aminosäuren, sog. Komplexmittel sowie weitere Vitamine und Spurenelemente dem Körper zugeführt.

Begleitende Therapien und Beratungen, wie z.B. die optime Ernährungsumstellung sind Bestandteil dieser umfassenden Therapie.

Neuraltherapie

Um jede medizinische Geschichte gibt es einen Mythos. So auch den vor etwa 100 Jahren, als der Arzt Ferdinand Huneke durch Zufall während der Behandlung seiner Schwester versehentlich ein prokainhaltiges Präparat intravenös verabreichte und damit eine sofortige und nachhaltige positive Wirkung auf die bis dahin vorhandene Migräne entdeckte, die nach dieser Therapie gänzlich verschwunden war. An diesem Tag entstand die große und erfolgversprechende "Neuraltherapie", die auch heute noch nach dem Entdecker Ferdinand Hunecke benannt wird und in die Bereiche Störfeld-, Schmerz- und Segmenttherapie eingeteilt wird.

In der Neuraltherapie behandeln wir vornehmlich Erkrankungen, die durch Störfelder entstanden sind. Störfelder sind zum Beispiel Narben, aber auch chronische Entzündungen. Hierzu gehören vor allem Entzündungen im Bereich des Halses, der Zähne, alle Operationsnarben sowie verletzungsbedingte Entzündungen durch Piercing.

Die allgemeine Schmerztherapie ist ebenfalls ein Hauptkriterium für die Neuraltherapie, wobei schon durch einfache Quaddeltechniken eine deutliche Verbesserung der Symptome bzw. der Schmerzen erreicht wird. Letztlich spricht man auch von einer sogenannten Segmenttherapie, wenn man durch Stimulation bestimmter Hautareale Reize setzt, die eine Regulation verschiedener Organe bewirken.

Ausleitverfahren

In der Antike entwickelte sich die Theorie, dass Überfluss als Ursache von Krankheiten anzusehen sei (heute: Zivilisationskrankheiten wie z.B. Rheuma, Gicht, Arthrose, Bluthochdruck, Adipositas usw.). Mit diesen Vorstellungen versuchten die Heilkundigen, dem Körper krankmachende Säfte auszuleiten. Die Hauptrichtung der Therapie geht von innen nach außen.

Auch aus der TCM kennt man heute folgenden Grundsatz aller Krankheitsgeschehnisse, der da lautet:

„Der Mensch scheidet über den Darm aus. Was er über den Darm nicht ausscheiden kann, scheidet er über die Lunge aus. Was er über die Lunge nicht ausscheiden kann, scheidet er über die Haut aus. Was er über die Haut nicht ausscheiden kann, führt zum Tode.“

Dies ist so zu verstehen, dass Toxine (Gifte), die keinen Ausscheidungsweg aus dem Körper finden, ursächlich für schwere Leiden bis hin zur Auslösung eines Krebsgeschehens sein können und der Therapeut daher bemüht sein sollte, diese mittels möglicher – ausleitender – Verfahren aus dem Körper herauszubringen. Die wichtigsten und bekanntesten Ausleitungsverfahren sind: Aderlass, Blutegeltherapie, Cantharidenbehandlung, Schröpfen und Schwitzkuren, außerdem Ausleitungen über den Magen-Darm-Trakt mit Brech- und Abführmitteln (bekannt ist hier „Glaubersalz“) oder über das Harnsystem mit Diuretika (harntreibende Mittel).

Neben dem Schröpfen und Aderlass biete ich hauptsächlich nachfolgende Ausleitverfahren an:

Blutegeltherapie

Sie ist eine spezielle und sanfte Form des kleinen Aderlasses. Durch den Biss und das Nachbluten verliert der Patient ca 20-50 ml Blut pro Egel. Der Egel gibt beim Saugvorgang mehr als 100 Wirkstoffe ab unter anderem das Hirudin, das eine blutverdünnende Wirkung hat, die das Immunsystem aktivieren.

Ist die Blutegeltherapie für mich geeignet?
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. Arthrose, Arthritis,
  • Rheuma,
  • venöse Erkrankungen wie z.B. Krampfadern, Hämorrhoiden, akute Venenentzündung
  • Tinnitus und Mittelohrentzündung,
  • Bluthochdruck,
  • Myogelosen,..

FÜR PATIENTEN DIE BLUTVERDÜNNENDE MEDIKAMENTE EINNEHMEN IST DIE BLUTEGELTHERAPIE NICHT GEEIGNET!

Cantharidenbehandlung

Bei der Cantharidenbehandlung werden sogenannte Cantharidenpflaster auf die Haut aufgebracht. Der Cantharidenextrakt stammt aus der Laufkäferart "Spanische Fliege". Das Cantharidenpflaster reizt die Haut entsprechend einer Verbrennung 2. Grades, sodass eine Brandblase entsteht, die dem Körper Lymphflüssigkeit und Stoffwechselschlacken entzieht. Wegen dieser Wirkung auf das Lymphsystem wird die Cantharidenbehandlung auch „weißer Aderlass“ genannt.

Ist die Cantharidenbehandlung für mich geeignet?
  • Gelenk- und Wirbelsäulenleiden (arthritische, rheumatische neuralgische Schmerzen)
  • Otitis
  • Sinusitis
  • Kopfschmerzen
  • Gicht
  • Tinnitus, Gicht, Hörsturz
  • Akute und chronische Mittelohrentzündung

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur zeichnet sich insbesondere durch ihre unmittelbar einsetzende Schmerzlinderung aus. Deshalb wird sie vornehmlich bei Schmerzen im Körper angewandt.

Doch auch vielerlei andere Indikationen zeigen hier dankbare Resultate. So wird die Ohrakupunktur gern auch bei Unruhe und Angstzuständen sowie Schlaflosigkeit eingesetzt.

Da sie nur wenig bis gar nicht schmerzhaft ist, gehört sie zum Mittel der Wahl, wenn es um die medizinischen Belange bei Kindern geht. Hier ist das häufige ADS-Syndrom ebenso wie Konzentrationsstörungen im Unterricht eine wichtige Indikation. Doch die Ohrakupunktur kann noch mehr, sie lindert sofort bei:

Schmerzen des Bewegungsapparats, allen voran der Wirbelsäule und der großen Gelenke Allergien wie Heuschnupfen und allergischem Asthma bronchiale Migräne und Spannungskopfschmerz Funktionellen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts Herz-Kreislauferkrankungen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis hormonellen und neurologischen Störungen und vielem mehr.

Wie allgemein bekannt, wird die Ohrakupunktur erfolgreich bei Suchtproblemen eingesetzt. Tatsächlich sind gerade bei der Raucherentwöhnung sowie zum Abnehmen bei starkem Übergewicht große Erfolge erzielt worden. Hierfür verwende ich Dauernadeln, die wenige Tage im Ohr verbleiben.

Ihren Ursprung hatte diese einzigartige Therapie in Afrika, im Volk der Pygmaen. Herr Nogier, Wissenschaftler aus Frankreich, brachte diese Kenntnisse der natürlichen Heilung von einer Expedition mit, nachdem er sich von einem alten, weisen Medizinmann in die Kunst der Ohrakupunktur einweisen ließ.

Die Nadeltechnik wurde dann später von Herrn Nogier entwickelt, da tatsächlich in der herkömmlichen afrikanischen Medizin nicht genadelt, sondern gekautert wurde. Das bedeutet: die heilenden "Punkte" wurden seit Jahrhunderten mit Glut behandelt und somit "verbrannt". In Deutschland verwenden wir sterile Einmal-Nadeln, die für wenige Minuten im Akupunkturpunkt verweilen. In besonderen Fällen genügen auch wenige Sekunden.

Ist die Ohrakupunktur für mich geeignet?
  • Raucherentwöhnung
  • Migräne und Spannungskopfschmerz
  • Funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-Trakts
  • Allergien wie Heuschnupfen und allergisches Asthma bronchiale
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis
  • Psychosomatisch, hormonelle und neurologische Störungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Schmerzen des Bewegungsapparats (Wirbelsäule & große Gelenke)

Homöopathie

Die Homöopathie – auch oft als Königin der Naturheilkunde betitelt, bedeutet Heilung nach dem Ähnlichkeitsprinzip ( „Similia Similibus Curentur“ – Das Ähnliche durch das Ähnliche zu heilen)– heile eine Krankheit durch ein Mittel, das bei einem Gesunden ähnliche Erscheinungen hervorzurufen in der Lage ist wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Samuel Hahnemann entdeckt.

Bei der klassischen Homöopathie wird immer nur ein individuelles Mittel verordnet. Nur dadurch kann die Charakteristik der Symptome des Patienten mit der Charakteristik der Arznei nach dem oben genannten Ähnlichkeitsprinzip angewendet werden.

Der Behandlung des Patienten geht ein ausführliches Gespräch voraus. Hierbei werden nicht nur die aktuellen Beschwerden aufgenommen, sondern auch Vorlieben, Temperaturempfinden und andere regulationsfähige Eigenschaften. Erst danach wird das richtige Mittel für den jeweiligen Patienten ermittelt – bei Bedarf verordne ich auch homöopatische Komplexmittel oder arbeite mit homöopatischen Präperaten im Rahmen der Mesotherapie.

Die homöopathischen Mittel werden in der Regel sehr gut vertragen. Dennoch kann es am Anfang einer Behandlung zur sogenannten Erstverschlimmerung kommen, was ein Zeichen des Heilungsprozesses darstellt und als positiv zu bewerten ist.

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